Unter der Leitung von Daniel Joos und Karsten Ott führt der Regionalchor Schuberts Messe Nr. 6 Es-Dur gemeinsam mit der Jungen Philharmonie der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland auf. Der bisherigen Arbeit mit Schwerpunkten bei Oratorien und Requiems wird damit eine erste Messe hinzugefügt. 

 

 

Konzerte

Die Konzerte finden am

statt. Die Solisten sind:

Bericht auf der Seite der Neuapostolischen Kirche Bezirk Pforzheim.

Die Zusammenarbeit mit der Jungen Philharmonie der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland blickt schon auf mehrere gemeinsame Konzerte auf hohem Niveau. Alle Darbietenden freuen sich zu beiden Aufführungen auf eine große Resonanz und volle Konzerthäuser.


Das Werk

Franz Schubert (1797 - 1828) komponiert bereits ab seinem 12. Lebensjahr geistliche Werke und liturgische Gesänge. Er versteht es, seine Messen auch dem bürgerlichen Volk zugänglich zu machen. Er arbeitet entgegen der häufig angewendeten Praxis Werke für Konzerte und Veranstaltungen am Hofe zu komponieren. Wie fast alle seiner späten Werke kann er seine Es-Dur-Messe nie selbst hören. Die Uraufführung dieser Messe findet im Oktober 1829 - also fast ein Jahr nach dem Tode Schuberts statt. Die Leitung hat sein Freund der Wiener Chorregent Michael Leitermayer.

Die Es-Dur Messe stellt von der Besetzung und Dauer die größte und gleichzeitig längste Messe Schuberts dar. So werden die Vokalsolisten um einen zweiten Tenor, die Orchestrierung um Blas- und Schlaginstrumente ergänzt. Der Inhalt umfasst Kyrie, Gloria, Credo, Santus, Benedictus und Agnus Dei. Besonderheiten treten vor allem im Credo durch die Wiederholung der Terzetts und Crucifixus auf. Unmittelbar daran fügt sich mit dem Resurrexit zugleich die Reprise an. Darauf folgend ertönt die Fuge, welche mit 224 Takten gleichzeitig eine der längsten klassischer und romantischer Messkomposition ist.

Das Agnus Dei wird zunächst als bedrohliches Viertonmotiv von unterschiedlichen Stimmen intoniert. Es findet jedoch durch wellenartige Streicherstellen eine freudige Erregung, welche zu einem ruhigen Ende führt.

Die Proben

Bereits im Januar begannen die ersten Proben zum neuen Werk. Für das Projekt zog es den Chor bereits in einer frühen Probenphase im Februar 2015 zu einem Probenwochenende in das Schloss Weikersheim. Routiniert bezogen die Sänger die Zimmer im Logierhaus „Am heiligen Wöhr“. Es liegt nur wenige hundert Meter Fußweg vom Schloss entfernt. Der Stammprobenort war wieder im geräumigen Gärtnerhaus.

Mit viel Freude, Engagement aber auch einer gehörigen Portion Energie studierten ca. 50 Chormitglieder bereits vorab angekündigte Schlüsselstellen der Messe ein. Diese wurden je nach Erfordernis und Übungserfolg auf die einzelnen Stücke ausgedehnt. Die Musik wurde je nach Erfordernis in Tutti- und Registerproben von den Chorleitern und Korrepetitoren geprobt. Das Ambiente des Schlosses förderte die erfolgreiche Arbeit zusätzlich.

Reger Gebrauch wollte auch auch die parallel angebotenen Stimmbildung gemacht werden. Jasmin Joos war kurzfristig für Konzertproben nicht verfügbar. Die eingesprungene Leonie Zehle war während der gesamten Probentage voll ausgebucht, musste jedoch krankheitsbedingt nach wenigen Einheiten aussetzen. Nebenbei konnten sich die Sängerinnen und Sänger abseits der Alltagseile austauschen. Pausen und die Zeit nach den Proben wurden zum gemütlichen Beisammensein genutzt.